Die Erkenntnis, die Mike nach 35 Jahren die Augen geöffnet hat
Wie ein Hagelschaden-Experte aus dem Raum Stuttgart erkannte, dass seine größten Wachstumschancen die ganze Zeit über bereits da waren und warum ein weggebrochener Großkunde das Beste war, was ihm passieren konnte.
Viele Unternehmer fragen sich: Was passiert, wenn ein Großkunde wegfällt? Mike Roder hat diese Frage nicht gestellt – bis sie sich von selbst beantwortet hat.
Vor ein paar Monaten saß Mike bei mir in der Unternehmensberatung zur Business-Analyse.
Mehr als 35 Jahre Automobilbranche, die letzten 26 davon spezialisiert auf Hagelschäden. Fahrzeugaufbereitung, Smart Repair, Felgenreparatur, Dellen, Leder, Interieur – wer mit Mike spricht, merkt innerhalb weniger Minuten: Der Mann weiß, was er tut. Und das nicht nur theoretisch.
Trotzdem sagte er irgendwann einen Satz, der hängen geblieben ist:
„Das kann nicht noch zehn Jahre so weitergehen.“
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Mike Roder
Das hatte nichts mit mangelndem Erfolg zu tun. Im Gegenteil. Mike hatte Aufträge. Er hatte Kunden. Er hat sich über Jahrzehnte einen guten Ruf aufgebaut, zunächst in einem Mercedes-Benz-Betrieb, später in verschiedenen Karosseriebetrieben, zeitweise sogar fünf Jahre in der Schweiz. Von außen betrachtet lief alles.
Doch genau das machte das eigentliche Problem so unsichtbar.
Wenn Erfolg die Gefahr verdeckt
Über viele Jahre arbeitete Mike hauptsächlich für große Kunden. Autohäuser, Karosseriebetriebe, Geschäftspartner, die regelmäßig Aufträge brachten. Das funktionierte hervorragend. Teilweise über Jahrzehnte. Und genau deshalb stellte sich lange Zeit niemand die entscheidende Frage: Was passiert eigentlich, wenn einer dieser Kunden wegfällt? Irgendwann passierte genau das. Ein großes Autohaus, das Mike jahrelang mit einem festen Team von vier Vollzeitkräften betreut hatte, übernahm diese Arbeiten künftig selbst. Nicht wegen schlechter Arbeit. Nicht wegen mangelnder Qualität. Sondern weil sich auf deren Seite intern etwas verändert hatte.
Plötzlich fehlte ein erheblicher Teil des Umsatzes.
„Solange alles läuft, fühlen sich große Kunden wie Sicherheit an. Erst wenn sie weg sind, merkt man, was man ihnen überlassen hat.“
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Mike Roder
Dazu kam 2025 noch ein weiterer Faktor: Das Hagelgeschäft lief wetterbedingt schlecht. Schon 2020 hatte es einen ähnlichen Einbruch gegeben. Damals war es noch glimpflich ausgegangen, aber diesmal traf beides zusammen.
Das eigentliche Problem war nicht der Umsatz
Was mich an solchen Gesprächen immer wieder fasziniert: Die Ursache liegt selten da, wo Unternehmer sie zunächst vermuten. Mike hatte kein Qualitätsproblem. Er hatte kein Marktproblem. Er hatte auch kein Leistungsproblem. Er hatte ein Zeitproblem. Wer wochenlang durch Deutschland reist, Stuttgart, Ulm, irgendwo dazwischen ein Hotel, dann wieder weiter, hat kaum Gelegenheit, das eigene Unternehmen aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Die Aufträge kommen, die Arbeit wird erledigt, die nächsten Fahrzeuge stehen bereit. So läuft es. Jahrelang. Und irgendwann läuft alles so lange auf dieselbe Weise, dass man kaum noch hinterfragt, ob es vielleicht bessere Wege gibt. Als wir uns kennenlernten, war er noch mitten in diesem Alltag. Was im Nachhinein das Beste war, was ihm passieren konnte: Der Verlust dieses Kunden zwang ihn, sich Zeit zu nehmen.
Die Skepsis, die schnell verschwand
Am Anfang war Mike skeptisch. Das ist normal und auch verständlich. Jemand, der seit über 30 Jahren selbstständig ist und sein Handwerk beherrscht, hört nicht einfach auf einen Berater von außen. Was die Skepsis schnell auflöste, war das Konkrete. Keine abstrakten Strategien, kein allgemeines Unternehmertums-Vokabular. Sondern ein Blick direkt auf sein Geschäftsmodell – auf das Whiteboard, in die Zahlen, in die Struktur. Mike beschreibt diesen Moment so:
„Wie als wenn mir jemand die Gardine vom Gesicht weggezogen hätte.“
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Mike Roder
Was wirklich im Unternehmen steckte
Je tiefer wir in die Analyse einstiegen, desto klarer wurde: Da steckt deutlich mehr drin, als Mike selbst noch auf dem Schirm hatte. Er war längst nicht nur Hagelschaden-Experte. Er verfügte über vier eigenständige Geschäftsfelder, die über Jahre erfolgreich aufgebaut worden waren:
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- Hagelschaden-Reparatur
Kernexpertise seit 26 Jahren - Smart Repair
Dellen, Interieur, Exterieur, Glas - Fahrzeugaufbereitung
Privat, Leasing, Premium - Felgenreparatur
Glanzgedrehte Felgen seit 2013
- Hagelschaden-Reparatur
Die Erfahrung war da. Die Kompetenz war da. Der Ruf war da. Was fehlte, war eine klare Strategie, wie diese Bereiche künftig stärker und unabhängiger genutzt werden können.
Der Moment, der wirklich die Augen öffnet
Dann kam die Erkenntnis, die alles verändert hat. Mike hatte die ganze Zeit Endkunden, er hatte sie nur nie direkt wahrgenommen. Die Fahrzeuge kamen über Autohäuser, Werkstätten und andere Unternehmen. Die eigentlichen Fahrzeughalter blieben unsichtbar.
Irgendwann stellten wir gemeinsam eine einfache Frage: Was wäre eigentlich, wenn diese Kunden direkt zu Mike kommen?
Die entscheidende Erkenntnis
Der Kunde würde weniger bezahlen. Mike würde mehr verdienen. Die Marge, die bisher im Autohaus hängen blieb, würde plötzlich bei ihm ankommen. Wer zu einem Autohaus fährt und dort fünf, sechs Autos aufbereitet, macht Umsatz. Aber er arbeitet für die Marge des Autohauses, nicht für seine eigene. Der direkte Endkunde verändert diese Rechnung komplett.
Doch das Geld war nicht einmal der stärkste Teil dieser Erkenntnis. Wer hauptsächlich für Unternehmen arbeitet, bekommt nur dann Rückmeldung, wenn etwas nicht passt. Eine Reklamation. Eine Nachfrage. Eine Beschwerde. Positive Reaktionen landen selten beim eigentlichen Leistungserbringer.
Bei Endkunden ist das anders. Sie holen ihr Fahrzeug ab. Sie sehen das Ergebnis. Sie freuen sich. Und man merkt, was ihnen das bedeutet. Genau diese Momente hatte Mike über viele Jahre kaum erlebt. Heute verändert sich das Schritt für Schritt, und man merkt ihm an, wie viel Energie daraus entsteht.
Freiheit beginnt mit 10 Kilometern
Ein Punkt aus unserem Gespräch ist mir besonders in Erinnerung geblieben: Mikes Halle liegt 10 Kilometer von seinem Zuhause entfernt. Das klingt nach einer Kleinigkeit. Aber wenn man jahrelang wochenlang unterwegs ist, mal Stuttgart, mal Ulm, mal irgendwo dazwischen ein Hotel, manchmal über Monate, dann bekommt diese Zahl eine ganz andere Bedeutung.
Eines der Ziele der neuen Strategie ist denkbar einfach formuliert: Nicht mehr zum Kunden fahren. Sondern der Ort sein, zu dem Kunden kommen. Das verändert nicht nur die Effizienz. Es verändert das Leben.
Was Delegation wirklich bedeutet
Ein Beispiel aus der Praxis macht deutlich, wie das in der Umsetzung aussieht. Mike hat kürzlich einen Porsche behandelt. Bei hochwertigen Fahrzeugen gibt es Hologramme im Lack, feine Schleifspuren, die sich unter bestimmtem Licht zeigen. Diese zu entfernen erfordert spezielles Wissen, das richtige Equipment und jahrelange Erfahrung. Genau das ist Mikes Leidenschaft.
Das abschließende Finish ist der Bereich, in dem er sein Wissen und Können besonders zeigen kann. Aber die ganzen Schritte davor, die Standardwissen erfordern, können delegiert werden.
Das klingt simpel. Aber genau hier liegt einer der größten Hebel: Wer immer alles selbst macht, wird automatisch zum Engpass im eigenen Betrieb. Wer lernt zu unterscheiden, welche Aufgaben wirklich seine Expertise brauchen und welche nicht, gewinnt Zeit, für die Dinge, die wirklich wichtig sind.
Für wen lohnt sich ein solcher Blick von außen?
Mike hat auf meine Frage, wem er eine solche Zusammenarbeit empfehlen würde, eine ehrliche Antwort gegeben:
„Allen, die gerne was machen wollen, was ihnen Spaß macht und die einfach bisschen was ändern wollten. Vor allem, wenn sie in der Problematik drin stecken, dass ein Großkunde hin und da ist und sie sich manchmal ein bisschen geknechtet fühlen.“
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Mike Roder
Das trifft es gut. Es geht nicht darum, dass etwas fundamental falsch läuft. Oft geht es darum, dass jemand, der jeden Tag im Betrieb steckt, schlicht den Blick verloren hat für das, was bereits vorhanden ist.
Wer profitiert besonders
- Unternehmer, die stark von einzelnen Großkunden abhängig sind
- Betriebe, die mehrere Leistungen anbieten, aber nur einen Bereich aktiv vermarkten
- Selbstständige, die viel arbeiten, aber das Gefühl haben, die Freiheit geht verloren
Alle, die merken: Da steckt mehr drin – ich sehe es nur gerade nicht.
Was bleibt
Die spannendste Erkenntnis aus der Zusammenarbeit mit Mike war nicht die neue Marketingstrategie, nicht die Positionierung und auch nicht die Kundengewinnung. Nicht die Positionierung. Nicht die Kundengewinnung. Sondern die Erkenntnis, dass sein zukünftiges Wachstum bereits vorhanden war. Er musste es nur erkennen. Am Ende unseres Gesprächs sagte Mike etwas, das ich nicht vergessen habe:
„Für mich ist meine Welt klar. Aber was jetzt noch kommen mag –
da freue ich mich so richtig drauf.“
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Mike Roder
Genau darum geht es bei guter Unternehmensberatung. Nicht darum, Unternehmern zu sagen, was sie falsch machen. Sondern, gemeinsam sichtbar zu machen, was längst vorhanden ist.
Die größten Chancen liegen selten irgendwo da draußen. Oft liegen sie direkt im eigenen Unternehmen. Man muss sie nur erkennen
Welche Potenziale schlummern
in deinem Unternehmen?
Lass uns gemeinsam einen Blick auf dein Geschäftsmodell werfen
und herausfinden, was bereits vorhanden ist.
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